Gemeinderat Reto Vogelbacher im Tagblatt (Juli 2017)

Lust und Frust der Woche

4. Juli 2017 | Quelle: tagblattzuerich.ch


Frust: 

Der Schiffszuschlag von 5 Franken ist ein Unding, das abgeschafft gehört. Der Passagierrückgang spricht eine deutliche Sprache. Das Bundesamt für Verkehr hat deswegen schon seinen Beitrag an die ZSG um 250 000 Franken gekürzt. Es gibt ja schon den VBZ-Nachtzuschlag von 5 Franken. Was kommt als Nächstes? Der Uetlibergbahn-Zuschlag?

Lust: 

Die Lust der Woche ist von privater Natur. Ich werde zum zweiten Mal Grossvater. Enkelkinder sind eine grosse Freude, es macht Spass, sie halbtagesweise zu hüten. Aber das Privileg ist auch, dass man sie nach einem Tag wieder an die Eltern abgeben darf. Generell erfreulich ist, dass in der Stadt Zürich wieder mehr Kinder geboren werden.

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18. Juli 2017 | Quelle: tagblattzuerich.ch


Lust:

Es hat mich gefreut, dass der Gemeinderat letzten Mittwoch die vom Stadtrat beabsichtigte Kürzung bei der Aids-Hilfe abgelehnt hat. Zwar gehen die Neuansteckungen bei Aids stark zurück, aber umso mehr steigen die Ansteckungen bei andern Geschlechtskrankheiten wie Tripper, Chlamy­diose und Gonorrhö. Fazit: Die Prävention bleibt weiter wichtig.

Frust: 

Dass die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) beim An- und Ablegen nicht mehr hornen darf und dass dies einen einzelnen Bürger stört und er deswegen vor Gericht geht, ist unglaublich. Auch ich fahre manchmal auf dem See und war bislang froh zu wissen, ob das Schiff am Steg demnächst ablegen möchte. So konnte ich rechtzeitig Platz machen.

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15. Juli 2017 | Quelle: tagblattzuerich.ch


Lust:

Zürich als prosperierende und urbane Stadt zu erleben, ist meine Lust der Woche. So viel hat Zürich zu bieten, sei es der See, die Museen, die Kultur oder auch das Angebot der vielen Restaurants in der Stadt. Bislang war das Wetter hochsommerlich, das lässt einen das mediterrane Leben draussen viel relaxter erleben als während der kalten Jahreszeiten.

Frust: 

Die Zensur am Werbeplakat Indigo Fitness ist der volle Frust für mich. Die Stadt sagt nicht, wer im Hochbaudepartement diese Personen sind, welche Plakate auf ihren sexistischen Inhalt hin prüfen, und was genau die Kriterien sind. Mit dem vorliegenden Entscheid müsste ja jede Bikiniwerbung von vornherein verboten sein, da zu viel Haut gezeigt wird.

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