Reto Vogelbacher im Zürich Nord vom 4. Februar 2016

Rubrik „Aus dem Gemeinderat“.

Quelle: lokalinfo.ch

Text von Reto Vogelbacher, Gemeinderat CVP Zürich 12

Kredit für Max-Frisch-Platz in Oerlikon gesprochen

In der letzten Woche wurde im Gemeinderat über ein für Oerlikon gewichtiges Traktandum entschieden. Es ging in der Gemeinderatssitzung vom 27. Januar 2016 um einen Objektkredit zur Neugestaltung des nördlichen Teils des Bahnhofareals, wo im Rahmen des gesamtheitlichen Umbaus des Bahnhofs Oerlikon ein neuer Platz in Zürich Nord entstehen soll. Der Platz soll  Max-Frisch-Platz heissen. Immerhin ist einerseits der Bahnhof Oerlikon der sechstgrösste Bahnhof der Schweiz (!), und andererseits wird ein Zuwachs von Bahnreisenden in den nächsten Jahren
um ca. 30 Prozent erwartet. Da ist im nördlichen Teil des Bahnhofs eine Neugestaltung des Areals, welcher auch den Fuss-, Velo- und Busverkehr mit einzubeziehen hat, von grosser Wichtigkeit bei der Entwicklung von Zürich Nord.

Das Tiefbauamt hatte dem Gemeinderat einen Objektkredit zur Neugestaltung des nördlichen Bahnhofteils und zum Landerwerb zwecks Erstellung des Max-Frisch-Platzes vorgelegt. Folgende Teile umfasste der Objektkredit: ein neues Dach für die Busse der Linien 64 und 80, eine öffentliche Beleuchtung des Platzes, Sitzbänke, ein Trinkbrunnen und eine hindernisfreie Ausgestaltung des Platzes. In der vorberatenden Kommission führten die Kosten von 8,2 Millionen Franken zu einer grossen Diskussion. Daher gab es aus der Kommission drei Änderungsanträge,welche in der Gemeinderatssitzung besprochen und worüber abgestimmt werden musste. Änderungsantrag 1 verlangte eine Kürzung auf neu 6 Millionen Franken, und Änderungsantrag 3 verlangte eine Kürzung auf neu 6,9 Millionen Franken. Diese zwei Änderungsanträge scheiterten in der Abstimmung. Einerseits kann man wesentliche Teile des Platzes nicht weglassen wie den Bereich des

nördlichen Fahrbandrandes, und andererseits ist eine Staffelung des Projektes auf mehrere Jahre nicht sinnvoll. Dies würde Mehrkosten generieren, und zudem kann der umliegenden Bevölkerung nicht eine derart gestreckte Bauausführung mit alldem Baulärm zugemutet werden.

Im Rat obsiegte schliesslich die Variante mit einer moderaten Kürzung des Objektkredites auf neu 7,6 Millionen Franken. Mit dieser von der GLP, FDP und CVP getragenen sinnvollen Lösung wurde ein kostengünstigerer Brunnen und die Weglassung von farbigen Linienmustern favorisiert. In der Schlussabstimmung stimmten dann schliesslich 119 Gemeinderäte der leicht reduzierten

Vorlage zu. Oerlikon darf sich damit auf einen schön gestalteten Max-Frisch-Platz freuen.
Und zum Schluss etwas zum Schmunzeln: Der Schreibende hat am 29. Januar 2016 eine Medienmitteilung der Stadt Zürich mit dem Titel «Freie Bierwahl in Zürichs Restaurants» erhalten. Das tönt gut. Die Liegenschaftsverwaltung wird den Vertrag mit Feldschlösschen nicht mehr erneuern. Damit ist der Weg frei, dass in jedem der rund 60 städtischen Restaurants nicht mehr zwingend Feldschlösschen-Bier aus dem Hause Carlsberg ausgeschenkt werden muss, sondern die Wahl der Biermarke von nun an dem Restaurant freigestellt ist. Gemäss Stadtrat Leupi fördert dies
er Entscheid die Biervielfalt in der Stadt Zürich. Ist ja mega, dass die Stadt rund 60 Restaurants betreibt und die Biervielfalt fördern will … Ob das zur Kernaufgabeder Stadt Zürich gehört, steht auf einem andern Blatt.